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Schauen Sie sich mal

Als Rettungsassistent und Feuerwehrmann in einer nordrhein-westfälischen Großstadt ist Jörg Nießen ein richtiger Alltagsheld. Doch das Leben eines Retters ist nicht immer so unkompliziert heroisch, wie man sich das vorstellt. Die große Mehrzahl der Einsätze hat einen dramatischen Hintergrund, aber manchmal dominieren auch Skurrilität und Absurdität: freche Schwangere, Scheinopfer, Angehörige, die in letzter Minute unbedingt die Handy-PIN des Verstorbenen erfahren möchten, Möchtegern-Vampire und nackte Musen, die aus Bäumen fallen …

Die 20 Geschichten in diesem Buch zeigen den Rettungsdienst von seiner authentischsten und bizarrsten Seite. Sie beruhen auf Tatsachen und sind ein Genuss für alle, die schwarzen Humor mögen und nicht davor zurückschrecken, dem Tod tief ins Auge zu blicken.

Dieses Buch ist noch nicht lieferbar. Sie können es bereits jetzt vorbestellen und erhalten es dann garantiert am Erscheinungstag!

9,95 EUR

In Deutschland portofrei!

Anzahl:   Exemplar


Das Thema

Wahre Helden sind rar. Meist handelt es sich bei »Helden« in unserer Wahrnehmung um historische Persönlichkeiten oder um Fantasiefiguren. Aber es gibt auch jene Helden, die Leben retten, indem sie ganz einfach ihren Job tun – Menschen im Rettungsdienst.

Doch wie sieht die Realität im Rettungsdienst in Deutschland aus? Jörg Nießen brauchte nicht erst hinter die Kulissen zu schauen, denn er arbeitet bereits dort. Als schreibender Rettungsassistent und Feuerwehrmann hat er die skurrilsten und schwarzhumorigsten Geschichten gesammelt, die er in seinem Arbeitsalltag erlebt hat. Einige davon sind schockierend, andere wiederum zum Schreien komisch.

Das Buch

Zusammen mit seinen Kollegen erfährt der Autor in 20 wahren Geschichten am eigenen Leib, wozu der Mensch fähig ist, was alles überlebt, woran letztendlich gestorben wird und wie das bittere Ende tatsächlich ausschaut. Niemand wird geschont, weder Retter noch Patienten noch Angehörige. Jörg Nießen räumt auf mit wirklichkeitsverzerrenden TV-Serien à la Medicopter 117, die manch einen Mitmenschen dazu verleiten, schnell mal die Notrufnummer 112 zu wählen, wenn irgendwo der Schuh drückt. Im Alltag des Notfallretters konkurrieren bizarre Lappalien und haarsträubende Notfälle miteinander, weswegen der Retter sich vor allem die Fähigkeit bewahren muss, dem Schicksal auch mal ins Gesicht lachen zu können.

Die Auslöser für die kleinen und großen Dramen klingen alltäglich: Mal ist frischer Kuhdung verantwortlich, mal eine PIN, Künstlerallüren oder auch Billardkugeln in mehr oder weniger geeigneten Körperöffnungen. Das Leben ist überraschend kreativ und schlägt uns immer wieder gern ein Schnippchen.

Das Zitat

»›Ich hab noch eine Herzmassage gemacht‹, schluchzte Agnes. In diesem Moment wurde ich stutzig. Josef saß zusammengesackt, aber dennoch fast aufrecht im Ohrensessel. Wiederbelebungsmaßnahmen, vor allem Herzdruckmassage, sind in dieser Haltung nicht nur ineffizient, sondern technisch auch nahezu unmöglich.

›Wie haben Sie denn das Herz massiert?‹ Ohne zu zögern, zog Agnes aus ihrer Strickjacke ein durchsichtiges Fläschchen 4711 Echt Kölnisch Wasser. Was nun folgte, war eine ungewollte Parodie auf alle Erste-Hilfe-Kurse. Agnes benetzte großzügig ihre rechte Hand mit dem Duftwässerchen und verrieb es in kreisenden Bewegungen auf Josefs gesamter Brust. Nach der Demonstration schauten wir in fragende, unsichere, ja fast um Bestätigung bittende Augen.

Nun erklärte sich nicht nur der Duft in der Wohnung, sondern auch der Unterschied zwischen Herzmassage und Herzdruckmassage. Ich riss mich zusammen, Hein hatte heute wohl schon seinen Rhetorikkeks gegessen und ließ sich zu einem pathetischen ›Sie haben getan, was Sie konnten …‹ hinreißen. Josef war seit mindestens einer Stunde tot – keine Herzdruckmassage hätte ihn retten können.« Jörg Nießen

Der Autor

Jörg Nießen wurde 1975 im Rheinland geboren. Zum Rettungsdienst kam er als Zivildienstleistender. Danach wurde er Berufsfeuerwehrmann in einer nordrhein-westfälischen Großstadt und lernte dadurch jede Facette des Lebens und Sterbens persönlich kennen.

Die Daten

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